Dojo (jap. 道場) bedeutet wörtlich übersetzt "der Ort, an dem der Weg geübt wird".
Ursprünglich kommt der Begriff Dojo aus dem Buddhismus und bezeichnet einen Ort der Selbstfindung und Meditation, aber heute versteht man darunter "der Ort an dem die Kampfkünste geübt werden". Der Sinn jedoch bleibt derselbe, denn für jeden ernsthaft Übenden ist das Dojo auch heute eine Stätte der Meditation und Konzentration, ein geehrter Ort des Lernens. Es ist mehr als nur ein Begriff; das Wort steht symbolisch für den Weg der Kampfkünste.
Für einen echten Karateschüler ist sein Dojo ein zweites Zuhause. Durch eine solche Beziehung entsteht ein ausgleichender Wert, durch den der einzelne reifen und der Budogeist im Dojo gedeihen kann.

Ein Dojo lebt durch die Zugeständnisse seiner Übenden an das Ideal der Kampfkunst.
Nur auf diese Weise findet ein Übender zum Weg (Karate-Do).

In einem Dojo ist an der vorderen Wand ein Schrein, der symbolisch dafür steht, dass das Dojo den höheren Werten und Tugenden des Weges gewidmet ist.

Die vordere Wand des Dojos nennt man Shômen (Vorderseite), und dies ist der Ort der Ehre. Auch hängt an dieser Stelle ein Bild des Stilgründers an der Wand.

In einem traditionellen Dojo sind die Verhaltensformen und Umgangsformen (Sahô) aller Übenden in einem Regelsystem zusammengefasst. Diese Regeln hängen nahe dem Eingang des Dojos und werden von den Schülern vor und nach dem Training rezitiert.